Zöliakie

Ca. jede 100. Person in der Schweiz verträgt kein Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Getreide-Eiweisse (Klebereiweisse), das in den folgenden Getreidesorten enthalten ist: Weizen, Hafer, Gerste, Dinkel, Roggen, Grünkern, Einkorn, Emmer, Kamut und Triticale.

Krankheitsbild

Zöliakie oder Glutenintoleranz wird die Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten genannt. Zöliakie ist eine oft unerkannte Erkrankung und kann sowohl im Kindes- wie auch erst im Erwachsenenalter auftreten. 

Bereits kleine Mengen glutenhaltiger Lebensmittel führen bei Betroffenen, aufgrund einer Autoimmunreaktion des Körpers, zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Folgen davon sind eine verminderte Nährstoffaufnahme und dadurch eine Unterversorgung des Körpers, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Blässe, Konzentrationsverlust sowie psychische Veränderungen.

Glutenfreie Ernährung 

Als einzige Therapie gilt bis heute der lebenslange Verzicht auf alle glutenhaltigen Lebensmittel.Unter einer glutenfreien Ernährung erholt sich die Dünndarmschleimhaut innerhalb weniger Wochen. Die glutenfreie Diät muss aber konsequent eingehalten werden. 

Bedenkenlos sind die natürlicherweise glutenfreien Lebensmittel, wie z.B. Kartoffeln, Reis, Mais, Buchweizen, Amarant, Quinoa, Hirse und Hülsenfrüchte. Ebenso erlaubt sind die unverarbeiteten Grundnahrungsmittel wie Milch und viele Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, pflanzliche Öle, Obst, Gemüse und Zucker. Durch Einsatz von diesen Lebensmitteln wird eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ermöglicht. Im Handel gibt es ausserdem ein breit gefächertes Sortiment an glutenfreien Spezialprodukten als Alternative zu glutenhaltigen Produkten wie Mehl, Brot, Gebäck, Teigwaren und Süssigkeiten. 

Bei Fertigprodukten sollte man stets die Zutatenliste studieren, da diese glutenhaltige Zutaten enthalten können.

Die Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung ist für viele Betroffene eine einschneidende Veränderung. Es ist daher empfehlenswert, sich Unterstützung durch eine dipl. Ernährungsberaterin HF/FH zu holen.

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